Jubiläum 75 Jahre Medientext
1936 – ein Abenteuer beginnt
Während in Spanien der Bürgerkrieg kurz bevor steht und Adolf Hitler in Deutschland an Macht gewinnt, treten im kleinen Gebenstorf in der Schweiz 28 Jungen aus dem Agnesbund, der als Pfarrverein für Jungen und Mädchen dient, aus und bilden fortan die Jungwacht.
Im Jahr 1947 wird am Walensee das erste Mal ein Sommerlager durchgeführt. Die Teilnahmegebühr beträgt damals noch 50 Franken pro Person. Jedes Jahr werden neue Anlässe in die Jahresplanung aufgenommen, wie das Sternsingen im Jahr 1959. Ein Unternehmen, das viel Proben und Durchhaltevermögen erfordert, weshalb es möglicherweise nach einiger Zeit wieder aus der Liste gestrichen wird. Natürlich war das Führen eines solchen Vereins auch damals nicht leicht, weshalb die Jungwacht nach einem Unterbruch erst 1971 wieder zum Leben erwacht. Im Jahr 1973 wird der Treff so eingerichtet, dass er für Gruppenstunden gemütlich wird. Noch herrscht aber eine genaue Vorstellung von Zucht und Ordnung, die im Treff eingehalten werden muss. 1976 tritt das erste Mal der Blauring in der Geschichte von Gebenstorf auf. Was vorher war, weiss niemand.
Nach und nach treten auch reformierte Personen der Jubla bei und heutzutage ist jeder willkommen, unabhängig von der Konfession. Ausserdem werden keine Mitgliederbeiträge mehr verlangt. Obwohl sich die Teilnehmerzahlen in den letzten 10 Jahren halbiert haben, sind immer noch motivierte Jugendliche ehrenamtlich tätig, um Kindern die Möglichkeit auf Spass und Abenteuer zu bieten.
Durch die Jahre entstanden innerhalb von Gruppen und Leiterteams Freundschaften, Paare und Familien. Die zeitliche Distanz und Vereinsgeschichte erweckt die Neugier, Ehemalige wieder zu treffen.
Das grosse Zusammentreffen
Aus diesem Grund hat ein Jubiläumskomitee zum 75-jährigen Bestehen nach Gebenstorf eingeladen. Das Interesse war erfreulich gross. Mit ca. 180 Anwesenden ging am Sonntag, 25. September 2011 ein Tag mit grossem Erfahrungsaustausch, vielen Erinnerungsfotos und schönen Lachmomenten zu Ende. Die Turnhalle Landstrasse füllte sich mit fröhlichen und aufgestellten Gesprächen à la „weisch no?“. Die aktive Schar betreute derzeit die Kinder und servierte feines Essen mit Hilfe ehemaliger Lagerköchinnen. Dank der grossen Unterstützung des Restaurant Cherne war das Essen schnell bereit. Am sensationellen Dessertbuffet fand jeder Gaumen etwas Süsses, Danke allen Spendern! Am Tisch mit den Fotoalben hörte man etwa „Jesses, bin ich das?“ oder „Ouh, wenn isch das gsi?“. Auch aus der Diashow-Ecke kamen immer wieder spontane Lacher und erstaunte Ausrufe.
Aus den Begegnungen wurden alte Freundschaften aufgefrischt, es entstanden Ideen für weitere Treffen, mögliche Unterstützung der aktiven Schar oder sogar die Gründung eines Ehemaligenvereins. Die Begeisterung war enorm, jeder ging bereichert mit alten und neuen Erinnerungen nach Hause. Das wertvolle Zusammensein mehrerer Generationen liess niemanden unberührt.
Grosszügige Sponsoren, fleissige Helfer und Alle die dabei waren haben zum Gelingen dieses Tages beigetragen. Herzlichsten Dank für dieses unvergessliche Erlebnis.
Interessierte Ehemalige bitten wir, sich mittels 75-Jahre-Jubiläum-Kontaktformular einzutragen.


